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Du befindest dich in der Kategorie: Altenpflege - wieder ist etwas passiert

Mittwoch, 14. Januar 2009
Gefährliche Mischung!
Von 24hAltenpflege, 21:48

Heute hatte ich meinen letzten Frühdienst vor meinem Urlaub.
Der Dienst begann ruhig und ohne Besonderheiten.
Als wir dann um kurz vor 10.00 Uhr Pause machten, kam unsere Hauswirtschaftsleitung ins Dienstzimmer gestürmt:

"Kann mal jemand kommen, die Reinigungskraft ist umgekippt!"

Instinktiv rante ich zum Schrank, holte das RR Gerät raus und rante der Hauswirtschaftsleiterin hinter her,

Folgende Situation fand ich vor:
Eine 52 jährige Frau saß auf der zweiten Stufe zur 4. Etage und war blass.
Als erstes half ich ihr von der Stufe vor die Treppe, denn sie ragierte auf Ansprache.
Ich fragte nach Symptomen und legte gleichzeitig das RR Gerät an den rechten Oberarm an. Frau M. äusserte keine Schmerzen im Brust-, Bauch- und Kopfbereich, sie war auch nicht gestürzt.
M. hatte jedoch einen Würgereiz und spuckte etwas klaren Sputum aus.
Des weiteren fragte ich nach bekannten Vorerkrankungen. Sie meinte sie habe zeitweise einen sehr hohen Blutdruck.
Ich wurde hellhörig, denn ich konnte den RR nicht ermitteln.

Also legte ich die Manschette an den linken Oberarm an. Ganz schwach verahm ich einen Wert von etwa 100/60. Ich war mir aber sehr unsicher.

In der gleichen Zeit bat ich Kollegin C. den Notruf abzusetzen und anschließend den Blutzucker zu kontrollieren, da M. geäussert habe, heute noch nichts gegessen zu haben und nur eben einen Teelöffel Zucker gegessen zu haben.
Der BZ war 156 mg/dl, etwas hoch für nüchtern, aber doch normal nach Zucker einnahme.

Im weiteren Gespräch erwähnte sie dann, dass sie morgens eine Blutdrucksenkende Tablette eingenommen habe, da sie das Gefühl hatte, er wäre zu hoch. Des weiteren befand sich besagte M. auch noch in den Wechseljahren.

Nach wenigen Minuten traffen B. und sein Kollege vom Rettungsdienst ein und ich gab eine kurze Übergabe.
Sie setzten sich dazu. B. versuchte eben so Krampfhaft wie ich zu vor den Blutdruck am rechten Arm zu ermitteln.
Selbst sein Kollege hatte keinen Erfolg. Ich gab ihnen den Tipp mit dem linken Arm, aber auch hier war er sehr schwer zu ermitteln.... um die 120/70.

Ganz langsam kam ins Gesicht der Frau wieder Farbe und auch das Schwitzen liess etwas nach.
B. hätte M. gerne mit ins Krankenhaus genommen, da die Tabletten ja nachwirken und er nicht weiss, welches Präperat in welcher Dosierung eingenommen hatte.
Da sie dieses ablehnte, begleiteten wir sie ins Dienstzimmer, da bekam sie erst mal was zu Essen... und ja, sie musste essen...und die beiden lieben RA`s einen Kaffee.
Frau M. unterschrieb den Verzicht, ins Krankenhaus zu gehen und inzwischen hatte unsere Hauswirtschaftsleiterin mit der Chefin der Frau gesprochen.
Sie wurde von B., eben so wie von mir ermahnt, jetzt nicht weiter zu Arbeiten und sich auszuruhen. Das sagte sie auch zu.
Dann ging sie und wir unterhielten uns noch mit den beiden Rettungsassistenten. Dann mussten sie los, der Einsatz bei uns hatte gut eine Stunde gedauert.

Ach ja, B. lobte unseren Wohnbereich und meinte, wenn wir sie rufen, dann ist auch wirklich was! Und für die Ärzte können wir ja nichts . Recht hat er und ich bin stolz, auf diesem WB zu arbeiten.
Danke B., es ist immer nett, mal kurz mit dir und deinen KollegInnen zu plaudern .

Nach gut einer Stunde sah ich dann besagte Frau M. wieder, wie sie mit Mob und gelben Handschuhen ihre Kollegin suchte.
Ich wiess sie noch mal darauf hin, dass sie nicht mehr arbeiten solle und sich ausruhen müsse.
Ein Jaja musste ich hören.
Also rief ich die Hauswirtschaftsleiterin an und teilte es ihr mit. Sie wollte sich drum kümmern.

Zum Mittag kam dann noch ein neuer Bew. mit einem Krankentransport des RK aus Rissen. Leider hatten die beiden vom RK vergessen, uns den Arztbericht zu geben. Also telefonierte ich da auch noch mal hinter her.

Und nun habe ich Urlaub .
Mal sehen was ich danach berichten kann?

Ich wünsche allen eine gute und nicht zu stressige Zeit. Ja B., solange habe ich Urlaub!
Liebe Grüsse
die Blutgräfin

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